Himmelfahrtskommando 2024

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Alles neu macht der Mai. Kaum liegt die Überführung zu unserem Liegeplatz im Kielwasser, steht auch schon der Herrentag vor der Tür. Natürlich folgen wir auch in diesem Jahr der Tradition und es braucht keinen großen Aufruf, um das Himmelfahrtskommando zusammen zu trommeln. Neben Martin und Christian steigt auch Atlantikbezwinger Christoph wieder an Bord. Am Mittwochabend lassen wir das Hamsterrad hinter uns und läuten unser Männerwochenende ein.

Wie vorhergesagt, zeigt sich am Herrentag die Maisonne. Bloß der Wind schwächelt. Die Ostsee liegt glatt vor uns, als wir gegen halb Elf den Hafen verlassen. Und es bleibt dabei bis wir Fehmarn erreichen. Wir genießen die Abwesenheit von unangenehmen Wellen und können sogar ein paar kamerascheue Schweinswale beobachten.

Angekommen in Burgtiefe saugen wir neben dem Anlegebier die Sonnenstrahlen auf und kümmern uns um unsere hungrigen Mägen. Frisch vom Grill stärken wir uns für die erste Partynacht auf dem Surffestival.

Nach einer langen feuchtfröhlichen Nacht voller DJ Beats kriechen wir am Freitag etwas verklamt aus den Kojen für ein spätes Frühstück. Die Sonne versteckt sich leider hinter einem Wolkenschleier. Wir entscheiden uns daher für einen Ausflug in die Stadt, um ein paar Surfläden zu durchstöbern.

Abends probieren wir mal eine Alternative zum Grillen aus. Martin hat seinen Dutch-Topf mitgebracht und Zutaten für ein Chili-Hähnchengericht mit viel Schmand. Auch wenn gut Ding Weile haben muss, ziehen sich die zwei Stunden etwas, während um uns herum am Grillplatz schon fleißig gegessen wird. Dafür ist das Ergebnis extrem zart und lecker. Wir hängen uns rein, um den Topf leer zu essen. Es gelingt nicht ganz und zurück an Bord muss ein Verdauerli her.

Anschließend geht es weiter zur Surferparty. Es wird wieder eine lange Nacht und auf dem Weg in die Koje darf natürlich die Pizza aus dem Automaten nicht fehlen.

Der Samstag startet sonnig und nach unserem späten Frühstück packen wir unsere Neoprenanzüge ein, um am Strand mal Pump Foiling auszuprobieren. Da wenig Wind ist, hatten leider viele die gleiche Idee. Alle Termine waren vergeben und auf der Warteliste hatten wir auch kein Glück. Also konnten wir nur zuschauen und Bierchen trinken.

Zurück an Bord grillten wir nochmal ausgiebig. Auch unseren letzten Abend verbrachten wir auf dem Festivalgelände bei Musik und Kaltgetränken. Auf dem Nachhauseweg kehrten wir in der Kneipe der Surfschule ein und natürlich anschließend am Pizzaautomaten. Viel zu spät beziehungsweise früh fanden wir in unsere Kojen.

Da wir am Sonntag um 9 Uhr ablegen wollten, riss uns der Wecker schon 7:30 Uhr aus dem Schlaf. Ohne Frühstück aber mit geschmierten Brötchen schafften wir es tatsächlich noch um Viertel nach Neun die Leinen zu lösen. Auf See empfing uns diesmal Wind und Welle von der Seite. Auf Halbwindkurs machten wir unter vollen Segeln zügig Meilen Richtung Ziel.

Die vier Windstärken hielten dann auch bis zum Eingang der wismarer Bucht durch. Nur für die letzten 6 Meilen musste die Maschine ran, damit wir nicht zu viel Zeit rum dümpeln. So erreichen wir 14:30 Uhr den Hafen. Für ein Anlegebierchen nehmen wir uns aber keine Zeit, denn wir wollen noch aufräumen und den Heimweg antreten. Ich wollte schließlich um 17 Uhr schon bei der Geburtstagsfeier meiner Mutter sein. Alle packten tüchtig mit an und dann hieß es, bis zum nächsten Mal. Es war wieder ein tolles Wochenende auf Fehmarn und der fehlende Schlaf kann ja nachgeholt werden.

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