Es ist Zeit für den Saisonbeginn.. Am Freitag früh morgens stand der Krantermin im Kalender. Um halb Acht schwebte die Puffin ihrem Element entgegen.

Viele sonnenreiche Arbeitsstunden später waren der Winterdreck beseitigt, die Schoten und Segel wieder angeschlagen, das Wassersystem in Betrieb genommen und viele weitere Handgriffe erledigt und To Do‘s abgehakt. Gerade rechtzeitig vor dem Gewitter konnte ich die Kuchenbude aufbauen und im Trockenen meine Überführungscrew empfangen. Martin und Christoph haben angeheuert, um die Puffin von Rostock nach Boltenhagen zu überführen.


Nach einem Willkommensgetränk machen wir den selbst gekochten Linseneintopf heiß, den Martin für uns mitgebracht hat. Lecker und genau richtig bei dem prasselnden Regen draußen.
Am Samstag um 9 Uhr legen wir ab und motoren durch die neblig feuchte Morgenluft die Warnow hinunter.



Auf der Ostsee empfängt uns leichter Gegenwind. Wir fahren weiter unter Motor gegen eine Dünung aus Nordwest. Setzen das Großsegel und fallen etwas ab. Gleich ist mehr Ruhe und Geschwindigkeit im Schiff. Hoch am Wind erreichen wir Kühlungsborn, wo der Wind dann komplett einschläft. Immerhin kommt die Sonne raus und bei ölig glatter See wird die Motorfahrt entspannt.



Bei guter Musik und wärmenden Sonnenstrahlen zieht langsam die Küste vorbei. Sehen ein paar Schweinswale auftauchen. Nach siebeneinhalb Stunden laufen wir 16:30 in Boltenhagen ein. Nach dem Anlegen begrüßt uns eine kleine Kegelrobbe im Hafenbecken.

Als der Anlegeschluck genossen ist, tickt für meine Crew schon die Uhr für den Heimweg mit Bus und Bahn. Abends sitze ich wieder allein im Cockpit und gönne mir eine Thunfisch Pizza, die ich mit Chili-Sardellen und Oliven noch etwas pimpe. Am nächsten Tag werde ich nach weiteren To Do‘s am Nachmittag von Jeannette abgeholt. Das Schiff ist nun bereit für den Herrentagstörn in wenigen Tagen.
