Ahoi, ich bin Sebastian.
Segeln ist meine DNA. Wie ein roter Faden zieht sie sich durch mein Leben. Kaum aus den Windeln raus, schon wurde ich mit an Bord genommen von meinem Opa. Der 15er Jollenkreuzer auf dem Schweriner See war meine Kinderstube. Die Wochenenden unter Segeln und die vielen Abende am Lagerfeuer auf der Insel Lieps prägten meine Naturverbundenheit und mein Freiheitsgefühl. Und prägten meine Segler-DNA mehr in Richtung Fahrtensegeln aus. Einige Weltumseglungsbücher später reifte schon früh der Entschluss, dass ein eigenes Segelboot her muss. Tagträume von weiten Reisen über die Weltmeere wechselten sich ab mit konsequenter Arbeit an beruflichen Perspektiven.
Dann im Jahr 2006 ergab sich endlich die Möglichkeit, den Traum vom eigenen Schiff wahr zu machen. Inzwischen hatte ich meine Freundin Jeannette mit einem Chartertörn rund Bornholm von der Ernsthaftigkeit meiner Absichten überzeugen können. Gemeinsam wuchsen wir an den Herausforderungen einer eigenen Segelyacht. Mit unserer „Carpe Diem“, einer Island Packet 27, verliebten wir uns in die dänische Südsee. Auch als unsere Töchter Lilli 2007 und Luna 2010 an Bord anheuerten, meisterten wir Segeltörns mit Kinderwagen, Windeln und festgeschnallten Autositzen.
Mit „Kind und Segeln“ waren wir von unserem Heimathafen „Rostock Hohe Düne“ aus unterwegs und dokumentierten die Zeit an Bord in unserem ersten Blog:
www.sailingcarpediem.blogspot.com
Nach rund 12 Jahren mit unserer „Carpe Diem“ segelte uns eine neue Möglichkeit über den Weg. Ein größeres Schiff. Ebenfalls eine Island Packet. Nur mit 35 statt 27 Fuss Länge. Ein echtes Blauwasserschiff. Ausgerüstet für alles, was die Weltmeere bereithalten. Wir kannten den Eigner bereits, der sich leider aus gesundheitlichen Gründen von seinem Schiff trennen musste. Als er uns ansprach, die Chemie stimmte und der Funke übersprang, brauchte es keine lange Bedenkzeit. Wir übernahmen die „Puffin“ Anfang 2018 in Wismar und starteten in einen neuen seglerischen Lebensabschnitt mit Heimathafen in Bolterhagen.
Über unsere Törns berichte ich hier im Blog. Von der großen Reise träume ich dabei natürlich noch immer. „Meer Segeln“ heißt für mich intensiver und freier Leben. Wer die Leinen loswirft, den Wind fühlt, tief durchatmet, das Salz in der Luft riecht und die Sonne auf der Haut spürt, wird das selbst erkennen.
Fair winds, Sebastian