Der April ist 14 Tage alt und sendet schon erste frühsommerliche Grüße. Die Winterjacke kann zuhause bleiben als wir am Sonntagabend zum Boot fahren. Noch schnell die Anode an der Welle montiert sowie Plotter angeschlossen und Festmacher angebracht – dann ist alles bereit zum Einwassern am nächsten Morgen. Für die Nacht werden wir hoch auf dem Lagerbock noch nicht in den Schlaf geschaukelt. Gegen 8 Uhr morgens rückt dann schon der Trailer an und nimmt die Puffin Huckepack.






Ab geht die kurze Fahrt bis zur Slipanlage und rückwärts verschwindet der Trailer immer weiter in der Ostsee bis die Puffin aufschwimmt. Alle Borddurchlässe bleiben dicht und auch der Motor springt an und spuckt sein Kühlwasser achteraus.
Durch den Hafen motoren wir zu unserem Liegeplatz. Dort angekommen, besorgt uns Jeannette erstmal was zum Frühstück und ich säubere den Steg mit dem Schlauch vom Möwendreck und nehme unser Trinkwassersystem wieder in Betrieb. Nachdem wir uns gestärkt haben, geht die Arbeit erst richtig los. Ich wechsle zwei Fallen aus und dann montieren wir Genua, Kutterfock, Großsegel, Schoten, Lazyjacks, Lazybag und weitere Segelausrüstung. Nun ist auch unter Deck wieder mehr Platz zum Aufräumen und Saubermachen. Weiter geht es an Deck mit der umlaufenden Teakholzleiste. Die muss mit der Handbürste und Zahnbürste Stück für Stück vom Dreck befreit werden bis die Arme glühen und mein Tennisellenbogen danke sagt. Jetzt nur noch das Deck schrubben und abspülen. Das Cockpit natürlich auch noch schrubben. Am Ende unserer Putzkräfte und Motivationsreserven ist es dann auch schon fast abends als wir die wohlverdiente Pizza in den Ofen schieben können. Feierabend.



Als es schon langsam dunkel wird, verabschieden wir uns von der Puffin und fahren zurück nach Hause, da ich am nächsten Tag wieder arbeiten muss. Beim nächsten Bootsbesuch heißt es dann hoffentlich weniger Putzen und mehr Genießen.