Schleifen und Pinseln für die Saison

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Noch zeigt sich der Frühling nur streckenweise und die Winterjacken konnten noch nicht aussortiert werden. Wenn dann ein paar sonnige Tage um die Ecke kommen, heißt es zugreifen. Schleifpapier, Farbe und Pinsel liegen bereit. Nur der innere Schweinehund muss überzeugt werden.

Ich nutze freitags einen Resturlaubstag im März, um die Vorbereitungen zum Streichen zu erledigen. Mit dem Spachtel geht es auf die Suche nach losem Antifouling. Von Jahr zu Jahr werde ich immer häufiger fündig. Der Unterwasseranstrich wurde zuletzt 2014 komplett erneuert und seitdem jährlich nur übergestrichen und ausgebessert. Langsam mündet das in Flickschusterei. Eine komplette Erneuerung lässt sich nicht mehr lange aufschieben.

Jetzt heißt es aber nochmal Flickschustern. Die zahlreichen abgeplatzten Stellen schleife ich an und auch dem Propeller geht es mit Schleifpapier und Bohrmaschine ans Leder, damit neuer Bewuchsschutz aufgetragen werden kann. Meinem Tennisellenbogen freut die Schleiferei genauso wenig wie mir. Was sein muss, muss eben sein. Ich bringe noch das Abklebeband an der Wasserlinie an und damit sollte fürs Streichen alles vorbereitet sein.

Am nächsten Tag fahre ich dann bei einigermaßen frühlingshaftem Wetter mit Jeannette zum Streichen. Wir lassen diesmal die Bereiche aus, wo das Antifouling noch intakt ist. Wahrscheinlich haben wir durch jährliches Überstreichen ohnehin zu viel Schichtstärke aufgebaut, was das Abplatzen mit begünstigt. Optisch ist das Ergebnis nicht ganz so befriedigend, weil nicht gleichmäßig dunkelblau eingefärbt. Unter Wasser sehen das aber nur die Fische.

Einigermaßen zufrieden bauen wir dann noch die große, schwere Winterplane ab. Endlich wieder Tageslicht unter Deck. Alles zusammenlegen und ins Auto wuchten – dann machen wir Feierabend. Dem Einwasserungstermin in der Woche vor Ostern steht nun nichts mehr im Weg.

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