Der kleine Belt liegt hinter uns. Nach kurzem Übernachtungsstopp in Assens haben wir am Sonntag nach morgendlichem Gewitter die Segel gesetzt. Raus aus dem Belt und um die Ecke bis nach Faaborg sollte es gehen. Erst schwächelt der achterliche Wind etwas und gemächlich ziehen wir gemeinsam mit der Yuendumu unsere Bahn. Genua ist ausgebaumt. Am Himmel bedrohlich dunkle Wolken.




Ein kleiner Schauer erwischt uns aber dafür frischt auch der Wind auf. Die Welle nimmt ebenfalls zu und wir rauschen vorbei an Lyø auf die Spitze von Ærø zu. Zeit abzubiegen und Kurs auf Faaborg zu nehmen. Mit Welle von der Seite und ordentlichen Böen setzten wir statt der Genua nur die Kutterfock zum vollen Großsegel. Mit ausreichenden 5-6 Knoten erreichten wir das Fahrwasser nach Faaborg und konnten hart am Wind bis vor den Hafen segeln. Die Yuendumu war schon da und hat uns einen schönen Liegeplatz ausgekundschaftet mit Blick auf die Foodtrucks an der Promenade.



In Faaborg verbrachten wir bei bestem Wetter noch einen Hafentag, schlenderten durch die Stadt und Lilli dirigierte uns zu verschiedenen Second Hand Läden. Am Hafen stärkten wir uns mit einer Räucherfisch-Platte und die Kids mit Bowls vom Foodtruck.







Auch die Gratis-Badeanstalt am Meer probierten wir aus und ich testete die Sprungmöglichkeiten bis circa 4 Meter. Abends sicherten wir uns dort die Grillplätze und verbrachten einen schönen Grillabend mit Unterhaltungsprogramm der Jugendlichen auf ihren aufheulenden Motorrollern.






Da die Wetterprognose ab Freitag leider Starkwind aus Südwest vorhersagt, verkürzt sich unser Zeitfenster für die Rückfahrt. So wie es aussieht, werden wir am Donnerstag den halbwegs passenden Westwind nutzen, um von Marstal aus, direkt die rund 65 Seemeilen nach Hause zu segeln. Also auf nach Marstal.
Gestern sind wir dann die 20 Seemeilen gegen den Wind nach Marstal motort. In Gegenrichtung gab es viel Verkehr unter Segeln.


Aufgrund des schönen Sommerwetters machten wir im Hafen gleich Schlauchboot und SUP fertig, um über die Lagune zum Strand zu fahren. Die bunten Badehǎuschen waren wieder neu aufgebaut, nachdem vergangenen Herbst die Sturmflut alles zerstört hatte. Ich pumpte mein Segel auf und nutzte den Wind, um über die Lagune zu surfen, während die Mädels in der Sonne brutzelten.





Abends verholten wir uns zu den Picknick-Plätzen am Spielplatz und packten unsere Grills aus. Reichlich gefüllte Paprika und Zucchini füllten unsere Bäuche mit Blick auf die untergehende Sonne und später noch den schönen Sternenhimmel. Da kam sogar noch ein Igel zu Besuch.


Heute haben wir hier noch einen heißen Sommertag verbracht. Bei einem Rundgang durch die kleine Fußgängerzone und den alten Hafen entdeckten wir die ein oder andere Veränderung seit unserem letzten Besuch.



Die letzten Stunden in Dänemark fließen dahin. Es donnert immer mal wieder und die Luft ist drückend. Der Regen bleibt aktuell noch aus. Also schnell nochmal im Wasser abgekühlt. Heute Abend wollen wir dann zum Abschluss des gemeinsamen Törns mit der Yuendumu-Crew Pizza essen gehen. Morgen trennen sich dann unsere Wege und wir hoffen auf passenden Wind, um die lange Strecke möglichst zügig und unter Segeln hinter uns zu bringen. Mit Faaborg und Marstal bleiben zwei Perlen der dänischen Südsee im Kielwasser.