Idyllisches Langør und dann hart gegenan von Samsø nach Hou

Am Mittwoch hatten wir vom quirligen Ballen aus alle zusammen eine ausgiebige Fahrradtour unternommen. Es ging nach Norden ans Südende der großen Lagune, wo wir am Steinstrand ordentlich durchgepustet wurden. Nach einem Abstecher auf die windige Westseite inklusive Badestopp in den Wellen radelten wir mit Rückenwind zurück zum Hafen.

Am Donnerstag mussten wir schon morgens um Acht aufbrechen, da unsere Nachbarn los wollten. Wir setzen die Segel und richteten den Bug auf Amwindkurs nach Norden. Unter Land konnten wir bei wenig Welle sogar frühstücken.

Um 10 Uhr machten wir im idyllischen Langør am Nordrand der großen Lagune fest. Die Yuendumu folgte zweieinhalb Stunden später auch. Bei frischem Wind und Sonnenschein baute ich mein Surfsegel fürs SUP auf und ging auf eine Erkundungskreuz durch die flache Lagune.

Abends schnappten wir uns die windgeschützten Picknickplätze neben dem Clubhaus und grillten leckere Pulled Pork Burger.

Der Freitag war leider komplett grau, windig und verregnet. Da blieb nur chillen an Bord und ab und zu ein feuchter Gassigang mit Lola. Abends trafen wir uns dann noch zu einigen Runden Bingo mit attraktiven Preisen wie ein Schwämmchen, eine Neon-Gumminudel oder ein Ventilator fürs Handy.

Da der Samstag wieder schön sonnig werden sollte, verholten wir uns nach dem Frühstück in die Ankerbucht. Es blieb allerdings recht kühl, so dass wir nicht ganz so badefreudig waren. Dafür machten wir eine Ausflug mit unserem Beiboot hinüber zur steinigen Landzunge. Dort hatten unsere Freunde Robben gesehen. Auch wir hatten Glück und konnten einer Robbe recht nah kommen, die sich auf einem Stein sonnte.

Abends füllte sich die Bucht und zwei Boote rückten uns ganz schön auf die Pelle. Der Wind sollte nachts drehen. Da hofften wir, nicht noch Fender ausbringen zu müssen. Der Wind legte sich aber erstmal und wir wanderten am Strand und grillten abends mit tollem Sonnenuntergang auf der Yuendumu.

Heute morgen war ich früh wach und schaute nach den Nachbarbooten. Die waren wirklich deutlich dichter gekommen. Erstmal wach werden mit einem Bad im Meer und schon bald dufteten Kaffee und frische Brötchen, so dass auch die Mädels den Weg aus der Koje fanden.

Um 9 Uhr gingen wir Anker auf und setzten das Groß gleich im ersten Reff. Es sollte nämlich über den Tag ordentlich auffrischen bis auf 6-7 Windstärken. Durch den frühen Start hofften wir noch auf moderate Bedingungen am Nordkap von Samsø. Hart am Wind schüttelten uns Böen und Seegang kräftig durch.

Wechselten die Genua dann gegen unsere Kutterfock und mit Motorhilfe kreuzten wir gegen Wind und Welle mühsam auf, um das Kap und die Untiefen zu passieren. Aber auch danach mussten wir hart an den Wind, um an der Westseite von Tunø vorbei zu kommen. Ein bisschen Genua half mit aber mit den gerefften Segeln kamen wir nicht hoch genug an den Wind. Wieder musste der Motor mit ran, um die Inselspitze passieren zu können. Neptun hatte bei den Kindern, die seit der Abfahrt unter Deck saßen, dankbare Opfer gefunden. Es gab Putzbedarf auf dem Leedeck. Um den Kurs auf unser Ziel Hou halten zu können, blieb der Motor für die letzten 6 Seemeilen mit an. Die Winddüse drehte nochmal richtig auf und schickte diese Böen und reichlich Salzwasser über das Deck. Als wir nach 25 Seemeilen endlich den schützenden Hafen erreicht hatten, erwachten die Lebensgeister langsam wieder. Morgen werden wir uns dann wohl erstmal erholen, denn es soll noch weiter blasen.

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  1. Avatar von keghansoliz keghansoliz sagt:

    wow!! 68Der lange Schlag zurück

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