Drei Schläge bis Samsø

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Unser Sommertörn steht an und diesmal haben wir ein neues Ziel ins Visier genommen – Samsø. Drei hochsommerliche Tage mit passendem Wind bleiben uns, bevor es kühler und unbeständiger wird.

Am Samstag laufen wir bei bestem Wetter kurz nach Zehn aus und motoren raus aufs Meer. Segel hoch und an den Wind. Auf Anliegerkurs bei moderater Welle genießen wir die Rauschefahrt mit bis zu 7 Knoten und passieren 15 Uhr die Fehmarnsundbrücke.

Um 16 Uhr erreichen wir den Hafen von Orth. Zahlreiche Kiter flitzen über die Glattwasserpiste. Wir finden eine Box nahe der Einfahrt und können die Surfer auch später beim Schmorgurkenschmaus beobachten im Sonnenuntergang. Wir gehen noch in der Abendsonne spazieren und gönnen uns ein Eis.

Am nächsten Morgen erfrische ich mich im Meer und hole mit Lola um acht Brötchen. Frühstück essen wir aber unterwegs in der Landabdeckung von Fehmarn denn wir haben uns einen langen Schlag vorgenommen.

Unsere Freunde von der Yuendumu legen derweil in Rostock ab und wollen nonstop bis Samsø durchsegeln über Nacht, Wir wollen es mindestens bis zur Brücke über den großen Belt schaffen. Unser Hündchen mag bisher nicht an Bord Gassi gehen. Daher wollen wir nicht länger als zwölf Stunden durchziehen. Es läuft sehr gut. Auf Halbwindkurs erreichen wir zügig den Eingang zum Belt.

Unter Land schwächelt der Wind und wir motoren zwei Seemeilen. Dann kommt er mit Macht zurück und wir müssen sogar auf Amwindkurs Richtung Brücke. Es bläst ordentlich aber der mitlaufende Strom macht uns noch schneller. Teilweise laufen wir mehr als 8 Knoten über Grund.

So erreichen wir 18 Uhr die Brücke und entscheiden, noch bis Kerteminde weiter zu segeln. Dunkle Wolken ziehen auf und wir müssen direkt vor den Wind gehen. Der schwächelt leider und so bewältigen wir die letzten 10 Seemeilen unter Motor, um unser Hündchen nicht länger als nötig zu quälen. Unruhig war Lola aber noch nicht. Um 20:30 erreichen wir schließlich den Hafen, der ziemlich voll ist. Bleiben in einer Box stecken und fahren dann lieber rum zum Fjordeingang, wo wir an der Mauer ins Päckchen gehen können. Erstmal eine warme Mahlzeit und Kuchenbude aufbauen, denn es beginnt zu regnen.

Der Regen hält die Nacht über durch und prasselt aufs Deck. Wir können uns morgens also nochmal umdrehen. Erst gegen Mittag soll es aufklaren. Um 11:30 Uhr legen wir ab und werden erneut nass. Muss meine Regenkleidung anlegen. Dafür passt der Wind und wir rauschen zügig aus der Bucht.

Dann müssen wir hart an den Wind und es bläst uns kräftig entgegen. Dafür hört der Regen auf. Es wird ein harter Ritt. Um den Kurs exakter zu halten, steuere ich von Hand. Draußen erwartet und bis 1,5 Meter Welle. Es gibt ein paar Duschen für Deck und Genua. Unsere volle Besegelung wird schließlich doch zu viel und wir reffen die Genua halb weg. Trotzdem geht die Düse an der Südspitze von Samsø und drückt uns bis zuletzt ordentlich.

Der Hafen ist voll und an der Yuendumu dürfen wir nicht längsseits gehen, da sie in der Einfahrt liegen. Finden aber weiter hinten ein Päckchen, was uns noch aufnimmt zumindest bis morgen früh das große Rangieren startet. Abends grillen wir bei der Yuendumu auf der Betonfläche an der Hafeneinfahrt. Die Abendsonne ist warm und wir haben einen tollen Grillabend bis nach Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen mussten wir gegen 11 Uhr unseren Platz verlassen, weil das Boot ganz innen los wollte. Mit wenig Platz zum rausfahen und Seitenwind war es ein wenig Nervenkitzel. Das Eindampfen in die Spring brachte zum Glück den gewünschten Erfolg. Wir suchten uns ein neues Päckchen, um nicht zu weit innen liegen zu müssen. In diesem Hafen kommen wirklich zu jeder Tageszeit Boote rein und es wird richtig voll. Wir nutzen die Regenpausen zum wandern. Morgen wird das Wetter wieder besser.

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