Karibik-Vibes im Salzhaff

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Vielleicht das letzte Hochsommer-Wochenende. Der Wetterbericht verspricht 30 Grad und nur leichte Winde. Abends steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit. Wie wollen das Wochenende nutzen und mal ins Salzhaff segeln bis nach Rerik.

Mit diesmal nur einem Kind dabei, kommen wir Freitagabend an Bord. Es ist warm aber der kräftige Ostwind kühlt uns schnell herunter. Und ein paar Kaltgetränke. Der Wind schläft ein und auch wir etwas später in der Koje.

Nach dem Frühstück schält sich am nächsten Morgen die Sonne aus dem Wolkendunst. Wir machen uns fertig und fahren zunächst rüber zur Bootstankstelle, um unseren Dieseltank wieder voll zu machen. Fast 90 Liter passen noch rein. Kein Schnäppchen bei 2,64 Euro pro Liter. Um 10:30 Uhr verlassen wir den Hafen. Wind ist nur wenig und kommt eher aus der Richtung, wo wir hin wollen. Also Segel hoch und hart an den Wind.

Mit 2 bis maximal 4 Knoten schaffen wir es bis kurz hinter Timmendorf. Dann schläft der Wind ganz ein und der Motor muss ran. Wenig später kommt der Wind zurück direkt aus Richtung Salzhaff. Etliche Segler kommen uns mit Genaker entgegen. Wir motoren erstmal gegenan durch die Kielung, der Zufahrt ins flache Haff.

Im Salzhaff frischt der Wind auf und wir können auf Anliegerkurs zumindest die restlichen 5 Seemeilen bis nach Rerik zügig segeln. Und das bei karibischen Temperaturen.

Um etwa 14 Uhr finden wir einen schönen Liegeplatz am Kopfsteg. Durch eine Vereinsausfahrt stehen zum Glück etliche Plätze zur Auswahl..

Gleich am Ufer findet ein Kunsthandwerker-Markt statt und statt Reggae gibt es Seemannslieder von den Heulbojen auf die Ohren. Als das Eis aufgeschleckt ist, verholen wir uns lieber zum abkühlen an den Strand und ins Wasser. Herrlich wenn auch frisch durch den ablandigen Wind. Nicht karibisch.

So langsam ziehen schwarze Wolken auf und es ist auch Gewitter vorhergesagt. Vom Hügel einer ehemaligen slawischen Burg lassen wir noch kurz den Rundblick schweifen über den Strand, das Meer, die Steilküste, den Ort und den Hafen.

Zurück an Bord bauen wir vorausschauend die Kuchenbude auf und rüsten uns zum Grillen. Gut geschützt brutzelt es bald gemütlich vor sich hin. Außer wenigen Tropfen bleibt der Regen aus und vom Gewitter sehen wir zum Glück nur Wetterleuchten in der Ferne und es grummelt kurz mal. Bei einer Partie Siedler lassen wir den lauen Sommerabend ausklingen.

Der nächste Tag begrüßt uns etwas kühler. Ich laufe zum Bäcker und sorge für ein üppiges Frühstück. Anschließend gehe ich nochmal zum Strand eine Runde schwimmen. Bevor es wieder zurück nach Boltenhagen geht, vertreten wir uns nochmal die Beine an der Promenade.

Kurz nach Zwölf brennt die Sonne schon wieder und es heißt Leinen los. Der schwache Wind kommt leider aus unserer Zielrichtung. Hoch am Wind muss der Motor etwas mithelfen, um in der schmalen Fahrrinne bleiben zu können.

Draußen geht der Wind ganz weg und bei glattem Wasser schiebt uns der Motor Richtung Ziel. Die Sonne brennt auf der Haut. Der Wind kommt dann von hinten zurück, allerdings nur sehr schwach. Da bleibt es bis zum Hafen beim Motoren.

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