Da es mit Schienenersatzverkehr von Rødvig aus etwas langwierig geworden wäre bis nach Kopenhagen, nehmen wir eben unser Schiff. Statt zwei Stunden Bus und Bahn lieber 6 Stunden segeln und dann gleich drei Tage die Stadt erkunden. Der Wetterbericht verspricht eine anspruchsvolle Fahrt bei 6 Windstärken, dafür kommt der Wind von hinten. Nach einem ganzen Regentag sind wir froh, als uns morgens kein Prasseln von oben begrüßte.
Kurz vor Elf laufen wir aus und nehmen die Verfolgung der Yuendumu auf. Nur mit Genua machen wir 6-7 Knoten Fahrt. Die Kreideküste von Stevns Klint zieht zügig vorbei und wir überholen unsere Freunde.



Weiter draußen dann nimmt der Seegang zu und kommt mehr seitlich. Das rollt uns kräftig durch. Die Kinder liegen unten, wir oben. Der Autopilot steuert und mittlerweile scheint sogar die Sonne. Wir fressen gut Meilen und vor uns taucht die Brücke über den großen Belt auf.

In der Landabdeckung vom Fischerort Dragør nimmt endlich die unangenehme Welle ab und auch der Wind etwas. Wir setzen nun auch das Großsegel und können vorbei am Flughafen die ganze City hoch segeln.




Dann biegen wir ab und passieren die kleine Meerjungfrau und steuern bis Downtown. Gegenüber des Opernhauses ist ein großes Becken und eine Mega Plattform mit Parkhaus darunter im Wasser. Dort können wir anlegen und haben es nur wenige Schritte bis in die Fußgängerzone. Gegenüber liegt eine Superyacht wie am Mittelmeer. Als sie später weg ist, merken wir, dass gleich dahinter das Schloss Amalienborg liegt, wo die Königsfamilie residiert. Da haben wir nicht die schlechteste Nachbarschaft. Abends grillen wir auf der Yuendumu und saugen neben dem Großstadtflair auch den ein oder anderen Gin-Tonic auf. Morgen steht Stadterkundung auf dem Programm.







