Um Møn’s Klint und hart an den Wind

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Wir wollen uns näher an Kopenhagen verlegen um das bescheidene Wetter vielleicht mit einem Großstadtbesuch aufzuwerten. Unser Ziel ist Rødvig, Von dort soll man per S-Bahn in die City gelangen können. Um Viertel nach Zehn verlassen wir Hesnæs und setzen die Segel. Vor dem zunächst lückenhaften und drehendem Wind nehmen wir Kurs auf die Kreidefelsen von Møn.

Der Wind frischt Richtung Ostzipfel von Møn immer mehr auf. Runden die Ecke mit über 6 Knoten. Kurz schaut mich aus den Wellen eine Robbe an. Die Damen essen unter Deck Eintopf. Die Wellen nehmen zu und Fallböen rauschen die Felsen hinunter. Eine Portion Eintopf landet im Meer. Dafür entschädigt ein toller Blick auf die Kreidefelsen.

Eigentlich sollten wir nun auf Halbwindkurs genau auf Rødvig zu steuern können. Allerdings kommt der Wind nun mehr aus Nordwest und hat volle 6 Beaufort erreicht. Wir müssen hart an den Wind gehen und vorher die Segel reffen. Mit einem Reff im Groß, unserem Staysail und einem kleinen Stückchen Genua geht der Ritt los. Mit 5-7 Knoten pflügen wir durch die aufgewühlte See.

Zunächst kommen wir nicht hoch genug an den Wind, um Rødvig direkt erreichen zu können. Zum Glück dreht der Wind zum Ende hin und wir können tatsächlich bis direkt vor den Hafen segeln. Es bläst immer noch aus vollen Rohren als wir die Segel bergen. Der Hafen ist pickepackevoll und wir gehen in ein Dreierpäckchen. Puh geschafft. Erstmal stärken wir uns mit Hotdogs. Unsere Freunde kommen mit der Yuendumu erst anderthalb Stunden später an, als es schon regnet. Morgen soll es den ganzen Tag durchgängig die Dusche von oben geben.

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