Puh der Nordwestwind bläst uns steif um die Nase zum Urlaubsbeginn. Und der Wetterbericht kennt für die nächsten zwei Wochen nur eine Windrichtung ab 4 Windstärken aufwärts. Die Entscheidung fällt auf Gedser als erstes Ziel. Unser Buddyboat die Yuendumu liegt mit Motorproblemen noch in Rostock fest. Wir hoffen doch noch, dass der gemeinsame Törn nicht ins Wasser fällt.



Um kurz nach 9 laufen wir aus und haben erstmal mit zu wenig Wind und alter Welle von vorn zu kämpfen. Da muss der Motor noch mithelfen bis Höhe Rerik. Dann wollen wir aber ohne Geräuschkulisse Segeln. Notfalls fahren wir eben in Kühlungsborn rein.
Wir haben Glück und nach etlichen Winddrehern steigert sich die Brise und auch der Kurs klappt auf Gedser. Also ziehen wir durch und auch unser Hündchen muss länger durchhalten. Die Sonne lacht und die Welle nimmt ab. Es läuft.




In der Kadettrinne funke ich zur Sicherheit einen Frachter an, ob wir noch vor ihm durch gehen können. Wir dürfen zwar aber 0,9 Seemeilen wirken knapp, wenn so ein Koloss auf einen zu hält. Mittlerweile machen wir teils 6-7 Knoten Fahrt auf Halbwindkurs.
Um kurz vor Sieben legen wir dann hungrig in Gedser an und bereiten schnell alles zum Grillen an Bord vor. Die ersten 46 Seemeilen sind im Kielwasser und auch von der Yuendumu kommen hoffnungsvolle Nachrichten. Sie können morgen nun doch los und folgen uns nach Gedser.
