Gestern hieß es Abschied nehmen denn die restliche Urlaubszeit floss schneller als uns lieb war durch den Ausguss. Wir verabschiedeten unsere Freunde von der Yuendumu, die vor dem Wind nach Rostock rollten. Um 12 Uhr lösten auch wir die Leinen in Burgtiefe. Der Regen hatte aufgehört und der stramme Südwestwind sollte etwas zu unseren Gunsten gedreht haben. Mit gerefftem Großsegel und Böen über 30 Knoten erreichten wir offenes Wasser.
Die Genua konnte nur zu einem Drittel ausgerollt werden, denn es blies die ganze Zeit erstmal mit 25-35 Knoten weiter. Hart am Wind arbeiteten wir uns durch den zunehmenden Seegang. Immerhin konnten wir gerade so direkten Kurs auf die Fahrrinne nach Wismar halten. Auf dem Weg erwischten uns zwei Schauerböen mit ordentlichen Drückern.
In der Lübecker Bucht wurde der Wind stabiler zwischen 20 und 30 Knoten. Die Genua konnte ganz raus. Immer noch rauschten wir mit 6-7 Knoten unserem Ziel entgegen. Nach etwas mehr als viereinhalb Stunden liefen wir schon um 16:45 Uhr in Boltenhagen ein. Im Hafen war es geschützt und sonnig. Das weckte schnell die Lebensgeister der Mädels. Luna und Lola hatte die Seekrankheit erwischt.
Heute steht nun Packen und Putzen auf dem Plan. Der Wechsel zurück in die Tretmühle des Alltags steht an. Das Sommerwetter setzt sich zum Hohn nun wohl länger fest. Wir nehmen jedenfalls einen bunten Seesack an Erinnerungen mit nach Hause. Von Sturm und Kälte bis Flaute und Hitze ist alles mit dabei gewesen.




