Auf Törn mit Weltumseglerin Mareike Guhr – Grenadinenhüpfen im Februar

Flashback in die Zeit bevor Corona das Ruder übernahm. Hier kommt eine kleine Rückblende auf Anfang Februar, wo in diesem Jahr die Segelsaison schon etwas früher begann. Nicht hier im nassgrauen, deutschen Möchtegernwinter. Mit reichlich T-Shirts, kurzen Hosen und Schnorchelausrüstung im Gepäck flog ich am 7. Februar auf die Insel Grenada in der Karibik.

Bereits seit Dezember 2018 fieberte ich dem zweiwöchigen Segeltörn mit Weltumseglerin Mareike Guhr entgegen. In einem Online-Gewinnspiel des Delius Klasing Verlages hatte ich zuvor großes Glück. Als Sieger der Aktion #meinfernwehbuch wartete ein Karibik-Törn auf Mareikes Katamaran Moana auf mich.

Preisübergabe auf der BOOT Düsseldorf 2019

Die neue Weltreise der Moana startete allerdings im Frühjahr 2019 in Griechenland und führte quer durch das Mittelmehr auf die Kanaren und dann im Dezember über den großen Teich. Für mich ging es mit dem Flieger über den Atlantik, wo ich auf Grenada zunächst für zwei Nächte eine recht einfache AirBnB-Unterkunft bezog.

Nach dem Akklimatisieren bei 30 Grad Sommerwetter, dem ersten Badevergnügen am Strand und einer Dschungelwanderung zu den Seven Sisters Wasserfällen, stieg ich in der Marina Port Louis an Bord der Moana. Gemeinsam mit vier weiteren Gästen richtete ich mich an Bord ein. Schnell wuchsen wir zu einer Crew zusammen, auch wenn ich neben der Skipperin der Einzige mit Segelerfahrung war. Nach einem Kennenlern-Dinner mit karibischen Tapas verließen wir am nächsten Tag die Marina für die erste Nacht vor Anker in der Flamingo Bay.

Es drückte etwas Schwell in die Bucht, so dass die Seefestigkeit der Neulinge bereits vor Anker auf die erste Probe gestellt wurde. Am Montag stachen wir dann so richtig in See. Es blies uns ein kräftiger Nordost-Passat mit vollen 6 Beaufort entgegen. Da unser Törn nach Norden über einige Inseln bis nach Martinique führte, hieß das für uns, hoch am Wind zu segeln oder teilweise aufkreuzen zu müssen. Die rauen Bedingungen forderten schnell die ersten Opfer. Der Eimer wurde herum gereicht. Auch mir war flau im Magen, nachdem ich mit der Schleppangel hantiert und einen Barrakuda reingeholt und wieder frei gelassen hatte (zu klein).

Nach etlichen Stunden Bolzerei erreichten wir Carriacou. In der ruhigen Tyrrel Bay war dann auch die Seekrankheit für alle schnell Geschichte. Abends schmeckte das Curry an Bord schon wieder hervorragend. Ein Landgang am nächsten Tag führte uns die Bucht entlang auf der Suche nach Wlan für einen kostenfreien Anruf zuhause.

Der herrlich warme Passatwind streichelte die Haut und mittags zeigte der Bug schon wieder in Richtung See. Hoch am Wind im zweiten Reff brachten uns zwei Kreuzschläge nach Union Island. Zwischen den Inseln schoben ordentliche Atlantikwellen durch. Für die Berg- und Talfahrt entschädigte ein traumhafter Platz an der Mooring. In erster Reihe vor der künstlichen Sundowner-Insel Happy Island hatten wir nicht nur eine kurze Dingifahrt bis zum nächsten Cocktail, sondern auch den perfekten Blick auf die Kitesurfer in der Lagune. Abends bevölkerten auch wir Happy Island und einige Painkiller wanderten über den Tresen. Chillige Musik und akrobatische Flugeinlagen der Kitesurfer direkt vor unseren Augen rundeten die Kulisse ab.

Am nächsten Morgen hatte ich genug Blut geleckt, um meine eingerosteten Kitesurferfahrungen zu reaktivieren. Zum Glück konnte ich mir an der Kitestation Material leihen und so verbrachte ich den Vormittag auf der Lagune. Bei reichlich Wind raste ich über das Flachwasser direkt vor den ankernden Yachten. Sprünge habe ich mir da lieber verkniffen, da ich kaputtes Material hätte bezahlen müssen.

Mittags verließen wir die Bucht und segelten bis Maureau. Es blies mittlerweile mit über 30 Knoten. Eigentlich wollten wir schon in die Tobago Keys fahren, aber direkt gegen eine heftige See anzumotoren, erschien uns nicht sonderlich verlockend. Also besuchten wir eine nette Ankerbucht auf Maureau. Nach einem Schnorchelausflug paddelte ich mit dem SUP-Board an Land und genoss den tollen Strand in der Abendstimmung.

Zurück an Bord bereiteten wir gemeinsam das Abendessen vor – Chili con Carne. Am nächsten Tag war die See immer noch rau aber schon erträglicher. Die drei Seemeilen in die Tobago Keys bolzten wir schnell gegenan. Aufgrund des unbeständigen Wetters, gab es noch reichlich Auswahl an Moorings. Wir entschieden uns für die erste Reihe im Wellenschutz der nur von Leguanen bewohnten Mini-Insel Baradal. Schnell entdecken wir Wasserschildkröten, die hier einen Lebensraum über Seegraswiesen gefunden haben und regelmäßig auftauchen.

Das wollten wir aus der Nähe sehen und kurze Zeit später tauchte ich mit Schnorchelausrüstung und Unterwasserkamera ab. Die Schildkröten sind in recht großer Zahl vorhanden und gar nicht scheu. Man kann direkt zu ihnen herabtauchen, sie begleiten und gemeinsam zum Luftholen auftauchen. Nur das die Urzeittiere deutlich länger die Luft anhalten können. Ein einmaliges Erlebnis, das sich tief in meine Erinnerung gebrannt hat. Leider stellte sich nach meiner Rückkehr in Deutschland heraus, dass die Speicherkarte der Kamera fehlerhaft war und mir daher wirklich nur diese Erinnerungen bleiben.
Nach einer unruhigen Nacht bei durchgängig 6 Windstärken brachte ein ausgedehntes Frühstück die Lebensgeister zurück. Von Boatboy Sydney hatten wir frisches Brot gekauft, da unsere Toastreserven alle verschimmelt waren. Von Sydney kauften wir auch einige T-Shirts als Souvenir.

Für den Tag stand ein Ausflug zur Hauptinsel Petit Rameau an. Eine nasse Überfahrt im Dingi bei noch reichlich Welle zwischen den Keys. Ein herrlicher Strand mit Bilderbuchpalmen bot uns eine tolle Kulisse für Erinnerungsfotos. Mit Skipperin Mareike erklomm ich den Inselberg. Nach steilem Anstieg, belohnte uns ein atemberaubender Blick hinunter auf das türkisblaue Wasser und die ankernden Yachten.

Auf der Insel Baradal besuchten wir anschließend noch die Leguane, bevor es zum Schnorcheln zum Außenriff ging. Dort an der Pass-Durchfahrt zum offenen Ozean bot sich uns nochmal eine schöne Unterwasserwelt mit zerklüfteten Riffen und vielen Fischen. Das Dingi tanzte derweil oben an einer Boje auf den Wellen. Zurück an Bord ließen wir den Abend mit Musik und Ratatouille ausklingen. Natürlich erst nach dem Sundowner.

Nach dem Frühstück besuchte ich ein letztes Mal die Schildkröten und auch zwei Rochen suchten in der Morgensonne am Grund nach Futter. Um 10 Uhr legten wir ab, refften die Segel und kreuzten bei immer noch reichlich Wind nach Bequia. Bei meinen Schleppangelversuchen unterwegs interessierten sich nur Seevögel für den Köder. Also schnell die Angel einholen. Dabei sprang leider die Sehne von der Rolle und riss ab. Ein schöner Angelköder ging auf mehr als 1000 Meter Tiefe. Nach 6 Stunden erreichten wir die große Ankerbucht vor dem Hauptort Port Elisabeth. Die Bucht war sehr gut besucht. Dennoch fanden wir einen schönen Platz, von dem aus auch die Dingifahrt zum Anleger nicht so weit war. Auch hier in der Bucht sah ich zweimal eine Schildkröte schwimmen. Bequia gefiel uns gleich beim ersten Landgang sehr.

Eine lange, schmale Promenade schlängelt sich die Bucht entlang zwischen Beach und dem Örtchen, wo es zahlreiche Marktstände zum Herumstöbern gab. Abends saßen wir im offenen Restaurant mit Blick auf Sonnenuntergang und die ankernden Yachten. Dazu gab es Mahi Mahi vom Grill und sogar Livemusik im Karibik-Style.

Später animierten die Mitarbeiter fast alle Gäste sogar noch zum Tanzen. Ein toller Abend. Wie eigentlich jeden Morgen gab uns ein frischer Obstsalat den Vitaminschub für den Tag. Da wir einen weiteren Tag auf Bequia bleiben wollten, konnten wir ganz in Ruhe und mit karibischer Gelassenheit Pläne machen. Das Beste ist natürlich, keinen Plan haben zu müssen. Jeder ging also seinen Interessen nach. Ich nutzte das kostenfreie Wlan der Segler-Bar und telefonierte nach Deutschland. Dann kümmerte ich mich um Ersatz für den versenkten Angelköder – mit Erfolg. Naja – ich nehme mal vorweg, dass wir keinen weiteren Fang machten auf der Reise. Am Köder lag es denke ich nicht und natürlich auch nicht am Angler ;-). An den Marktständen war viel Betrieb und ich konnte für meine Damen zuhause einige Mitbringsel finden.

Die Sonne brannte und eine Trinknuss am Straßenrand wirkte gut auf den Flüssigkeitshaushalt. Am Anleger trommelte ein Einheimischer vor sich hin. Das muss Liming sein (der karibische Begriff für „die Seele baumeln lassen“). Dazu zog an vielen Ecken ein süßliches Marihuana-Wölkchen entlang. Wir ließen uns nicht in den Strudel hineinziehen und machten uns stattdessen an die Arbeit. Zurück an Bord schnappten wir uns Taucherbrille und Schnorchel und rückten dem Bewuchs rund um die Wasserlinie mit dem Schwamm zu Leibe. Mega anstrengend auf jeden Fall. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und gefiel auch der Skipperin. Deutsche Wertarbeit statt Liming. Nach dem Abendessen an Bord waren wir auf eine befreundete Weltumsegleryacht von Mareike eingeladen. An Bord der deutschen 20 Meter-Yacht Escape begrüßte uns das Eignerpärchen zu einem gemütlichen Weinabend. Die beiden berichteten von ihrer begonnenen Weltumsegelung und dem Bordalltag. Sehr spannend.

Morgens kauften wir beim Boatboy frisches Banana-Bread. Ist fast wie Kuchen aber schon sehr lecker. Nach dem Frühstück setzten wir die Segel. Mit einem Anliegerkurs hoch am Wind rauschten wir mit bis zu 9,5 Knoten zügig St. Vincent entgegen. Die Schleppangel blieb leer – vielleicht zu schnell für die entspannten, karibischen Fische. Im Lee der Insel nahm der Wind ab und wir erreichten die idyllische Cumberland Bay. Die kleine Bucht liegt umgeben von steilen, sattgrünen Hängen sehr geschützt. Am Ufer nur einfache Hütten mit morbidem Charme. So ähnlich muss es früher überall ausgesehen haben.

Mit einer ultralangen Leine machte uns ein Boatboy am Ufer an einem Telegrafenmast fest. Vorn hält uns der Anker. Der Himmel ist recht wolkenverhangen und es gibt ein paar Regengüsse. Mit dem SUP-Board paddle ich zum Schnorcheln zum Rand der Bucht, wo zerklüftete Felsen aus dem Wasser steigen. Die Sicht ist aber leider recht schlecht, obwohl die Unterwasserlandschaft sehr schön ist mit riesigen Pflanzen. Abends setzen wir zum vulkanisch, dunklen Strand über, wo eine morbide Bar Sundowner und sogar Dinner anbietet. Das genoss dort gerade die Karibik-Törnführer-Legende Chris Doyle, der mit seinem Katamaran ebenfalls in unserer Bucht lag.

Drei Mojito später kehrten wir an Bord zurück und ließen uns selbstgemachten Kartoffelsalat und Würstchen schmecken. Dazu gab es noch einige Regenschauer.
Am nächsten Tag mussten wir früh aus den Federn, denn wir hatten uns von unserem Boatboy einen Landausflug organisieren lassen. Er wollte uns als Guide in einem halben Tag auf eine Wanderung zum Vulkankrater entführen und anschließend noch zu einem Wasserfall. Das organisierte Taxi holte uns schon kurz nach Acht ab. In dem Minivan fehlte ein Sitzplatz, so dass wir etwas improvisiert und gedrängt reisen mussten. Konnte ja nicht weit sein… Es stellte sich nach und nach heraus, dass wir die komplette serpentinenreiche Küstenstraße um die gesamte Insel fahren mussten, um den Trail zum Vulkankrater zu erreichen.

Nach gut zwei Stunden wurden die Wege schmaler und steiler. Durch Bananenplantagen erreichten wir endlich unser Ziel. Naja zumindest den Anfang der Wanderung. Der Aufstieg zum Kraterrand ist steil und führte uns etwa 4 Kilometer durch sattgrünen Dschungel. Die Pfade wurden schmaler und die Luft kühl und feucht. Unser Guide beantwortete jede Frage, wie weit es denn noch sei, mit „etwa 20 Minuten“. Das wurde unser geflügeltes Wort. Schließlich schwanden die Kräfte und nur Ralf und ich folgten dem Guide die letzten 20 Minuten zum Kraterrand. Dort war es neblig und ein kalter, strammer Wind versuchte uns in den Krater zu pusten. Kein Ort zum Verweilen…

Also umgedreht und runter Richtung Baumgrenze. Natürlich erwischte uns vorher noch ein kräftiger, tropischer Regenguss. Der Abstieg geriet zur Rutschpartie. Nach zwei Stunden waren wir dann zurück am Parkplatz bei unserem Taxi. Ursprünglich wollten wir eigentlich vom Krater einen anderen Abstieg in Richtung unserer Ankerbucht nehmen und auf dem Weg einen Wasserfall besuchen. Unserem Guide glaubten wir aber mittlerweile seine Angaben zu Entfernungen und Zeitbedarf nicht mehr. Also fuhren wir die kompletten zwei Stunden mit dem Auto zurück. Die Stimmung war teilweise etwas gedrückt, da wir nur auf einen Halbtagestrip eingestellt waren. Nun dämmerte es bereits. Da wir in der Wallilabou Bay (wo Fluch der Karibik gedreht wurde) noch ausklarieren wollten, legten wir dort noch einen Fotostopp ein.

Als wir dann im Stockdunkeln endlich wieder an Bord waren, mussten die Lebensgeister erstmal mit einem kühlen Bier und einem scharfen Curry geweckt werden. In der Bucht ist es derweil voll geworden, denn an Land ist wohl noch Karaoke-Party. Dazu fehlt uns nach dem Tag aber dann doch die Kraft.
Morgens schwimme ich erstmal zum Wachwerden eine Runde ums Schiff. Beim Ankeraufgehen hängt eine Angelschnur mit einem schon stinkendem Thunfisch in der Kette – lecker. Draußen bläst es ganz schön. besonders unter Land von den steilen Berghängen jagen heftige Böen bis über 30 Knoten auf uns herab. Im offenen Seeraum bekommen wir ausgewachsene Atlantikwellen von der Seite dazu. Einige überlagern sich zu besonders steilen Kameraden.

Kleine Impression von der Überfahrt

Beim Aussteuern mache ich einen Fehler und wir krachen ordentlich ins nächste Wellental. Im Salon werden ein paar Gläser schwerelos und es gibt Scherben aufzufegen. Nebenbei mussten wir auch noch unnötige Kreuzschläge einbauen, da wir einem Schleppverband ausweichen mussten, der natürlich genau auf unserem schönen Kurs dahin schlich. Nach 45 Seemeilen und 7,5 Stunden erreichten wir dann die Marigot Bay auf St. Lucia. Das Anlegebierchen hatten wir uns verdient. Anschließend kühlten wir uns erstmal im Wasser ab und schnorchelten durch die Umgebung. Mit dem Beiboot fuhren wir durch die Bucht bis zum Anleger direkt an eine Sundowner-Bar. Wir vertraten uns etwas die Seglerbeine und schlendern durch die Hafenanlage.

Den Abend verbrachten wir an Bord mit Pasta, Wein und Würfelspiel. Am nächsten Morgen brach schon der letzte Segeltag an. Unser Törnziel Martinique war nun lediglich einen Tagestörn weit entfernt. Nach dem Frühstück und einem Schnorchelausflug zu den Felsen am Ufer setzten wir Segel. Diesmal konnten wir sogar noch Ausreffen, denn der Wind blies mit 5 Beaufort nicht ganz so stramm wie in den letzen zwei Wochen. Ein herrlicher Segelgenuss rundete den Törn ab. Ich übernahm so lange wie möglich das Steuern und sog nochmal alle Eindrücke tief auf.

Seevögel begleiteten uns und jagten den fliegenden Fischen hinterher. Viel zu schnell erreichten wir schließlich das riesige Ankerfeld von Le Marin und suchten nach einem Platz. Beim ersten Versuch hielt der Anker nicht und beim Aufholen der Kette wurde auch klar warum. Wir hatten eine riesigen Korallenblock mit hochgeholt, der nun hoffnungslos im Anker verklemmt war. Durch Trick 17 mit physikalischem Geschick bekamen wir den Anker frei. Der nächste Versuch klappte dann und wir lag für die letzte Nacht vor Anker. Erstmal ein Kopfsprung vom Bug und die Wasserqualität geprüft, denn schon am nächsten Abend ging mein Rückflug ins kalte Deutschland. Wir machten uns landfein für den letzten gemeinsamen Abend und besuchten ein idyllisches Restaurant direkt am Wasser.

Es gab Live-Musik und erstmal einen Sundowner für alle. Nach einem wunderschönen und leckeren Abschiedsessen mit frischem Fisch verholten wir uns noch in die Bar nebenan, wo eine Art Karneval-Party mit Live-Musik brodelt und auch wir noch ein Tanzbein schwingen mit Ti-Punsch in der Hand. Beschwingt fuhren wir mit dem Beiboot dann noch rechtzeitig zurück an Bord.

Etwas wehmütig brach dann der letzte Tag für mich in der Karibik an. Jeden Sonnenstrahl versuchte ich aufzusaugen und abzuspeichern. Nach dem Schwimmen fuhr ich mit dem Beiboot sowie Ralf und Armita zur Boulangerie. Mit frischen Baguettes machten wir ein tolles, ausgiebiges Frühstück. Anschließend packten wir schon mal unsere Taschen und anschließend verholten wir uns in die Marina. Zunächst tankten wir Diesel und Wasser nach und bekamen dann einen Liegeplatz zugewiesen. Nach ein paar Abschiedstapas und einem Carib verließ der Großteil unserer Crew schon mal den Hafen. Mit dem Mietwagen ging es für sie noch weiteren Urlaubstagen an Land entgegen. Mareike und ich bleiben zurück und nahmen schon mal den Bootsputz in Angriff. Da es sehr heiß und windstill war, brachte der Wasserschlauch eine willkommene Abwechslung. Das Schiff freute sich über die Entsalzung. Gegen Abend wurde es dann leider auch für mich Zeit, die Rückreise anzubrechen. Um halb Sieben nahm mich ein Taxi mit zum Airport, wo mir der Nachtflug nach Paris bevor stand. Von dort ging es dann nach Hamburg zurück in den Winter… Es war ein wunderschöner Törn und gerade mit etwas Abstand und vor dem Hintergrund der Corona-Krise betrachtet, bin ich dankbar, dass ich Teil davon sein durfte.

Hinterlasse einen Kommentar