So geschafft. Unsere Puffin steht hoch und trocken. Winterplane ist angebracht und fast alle Handgriffe sind erledigt. Dazu lacht die Sonne und ich bin im T-shirt unterwegs. Aber der Reihe nach.
Am Samstag hat Jeannette mit dem Auto Christoph und mich nach Boltenhagen gebracht. Wir haben schon mal das Trinkwassersystem entleert und abends gab es lecker Pizza, Bierchen und den ein oder anderen Rum. So oft sehen wir uns schließlich nicht.
Morgens war dann doch der Schädel ziemlich schwer und statt um 8 Uhr verließen wir den Hafen erst um 9:40 Uhr. Der Himmel grau und diesig. Nässe liegt in der Luft. Nachts hatte es geregnet. Kurz vor Timmendorf standen alle Segel und mit mehr als 5 Knoten schob uns der SSO hoch am Wind die Küste entlang. Die Chillout-Bässe aus der Box locken ganz langsam wieder Farbe in unsere Gesichter. Der Autopilot sorgt für Entlastung um Ruder.
Bis fast nach Kühlungsborn ging das ganz gut aber der Wind schlief mehr und mehr ein. Der Motor musste ran. Auch mit der zwischenzeitlichen Sonne war es vorbei. Nun regnete es und alle Segel bekamen eine ausgiebige Dusche. Hinter Heiligendamm kam wieder etwas Wind und wir konnten gemächlich mit 3-5 Knoten segeln.
Um 18:25 erreichten wir mit einsetzender Dämmerung den Rostocker Stadthafen und machten längsseits fest. Zur Belohnung für den Törn gönnten wir uns im Alten Fritz was leckeres zum Abendessen. Dann musterte mein Matrose wieder ab und ich fiel müde in die Koje.
Am Montag nach dem Frühstück hieß es dann in die Hände spucken. Das Wetter war trocken und die Segel mussten getrocknet, abgeschlagen und zusammengelegt werden. Teilweise etwas tricky allein. Anschließend habe ich das Deck nochmal gründlich gereinigt und das ganze Teakholz an Deck mit Bewuchshemmer eingepinselt. Abends kam dann Christoph mit Salat und Sushi vorbei.
Heute stand 13:30 Uhr der Krantermin in Bramow an. Vorher musste noch die Mastdurchführung durch das Deck neu abgedichtet werden. Neben bei fiel noch Einiges an Handgriffen an. Langeweile kam nich nicht auf. Das Ablegen klappte und auch in den Kran kam ich ohne Schrammen.
Nun steht die Puffin hoch und trocken. Fast alles ist erledigt. Die Zeit verfliegt immer viel zu schnell wenn die To Do Liste lang ist. Gegen 17 Uhr musste ich schließlich meinen Zug nach Hause erwischen. Im T-Shirt kann ich zum Bahnhof laufen und schwitze. Da kommt schon wieder Lust auf, einen Segeltörn zu machen. Das dauert nun einige Monate.








