Atemlos…durch die Nacht … also eher ohne Schlaf. Das hatten wir vor. Unter Segeln nonstop bis nach Bornholm. Von Boltenhagen knapp 140 Seemeilen. Also etwas mehr als 250 Kilometer in der Geschwindigkeit vergleichbar mit einem Jogger.
Seit wir Freitag an Bord kamen, saßen wir auf Kohlen. Sowas hatten wir bisher nicht gemacht. Ein Husarenstück speziell mit Kindern an Bord. Und es blies schon seit Tagen mit 6 bis 7 Windstärken aus West. Das sorgt auf der Ostsee für hübsch hässlichen Seegang, der noch lange nachläuft.
Am Dienstag wagen wir den Absprung endlich. Draußen auf See begrüßen uns immer noch erst 5 und dann 6 Windstärken aus Nordwest. Zunächst unter voller Besegelung jagen wir mit bis über 7 Knoten die mecklenburgische Küste runter.
Unsere Freunde von der Yuendumu starteten von Rostock mit rund 15 Seemeilen Vorsprung. Mit ab Kühlungsborn einem Reff im Großsegel starteten wir die Verfolgungsjagd. Bis 2,5 Meter Welle schüttelte und dabei von der Seite durch. Beide Kinder fütterten mehrfach die Fische.
Immerhin kamen wir schnell voran. Vorbei an Darßer Ort rollten wir die Wellen runter bis Hiddensee. Der Sonnenuntergang war versöhnlich und für die Nacht konnte das Reff im Großsegel ausgeschüttelt werden.
Doch es frischte sogar wieder etwas auf und reichlich angepowert jagte ich mit bis über 7 Knoten durch die Nacht. Mit Sundowner Mix aus der Bose-Box. Um halb 4 löste mich mit dem Morgenlicht Jeannette ab. Konnte nur kurz Dösen.
Das letzte Stück zog sich. Aber nach 23 Stunden und 16 Minuten waren wir in Rønne. Und als ich die Yuendumu anfunkte, stellte sich heraus, dass wir nachts vorbei gezogen sind. Waren eine Stunde früher im Hafen.
Hier bleiben wir erstmal und erkunden die Insel.







