Von Bagenkop segelten wir auf Halbwindkurs rüber nach Deutschland. Bis kurz vor Fehmarn konnten wir bei 3-4 Windstärken eine schöne Rauschefahrt mit bis zu 7,5 Knoten genießen. Zeitweise half die Maschine mit, schneller durch Windlöcher zu gelangen. Dann schlief der Wind gänzlich ein. Mit der Flaute wurde es drückend heiß, so dass wir uns Badesachen anzogen und eimerweise Ostseewasser zur Abkühlung an Bord holten.
In Burgtiefe verbrachten wir am Donnerstag noch einen schönen Badetag am Südstrand. Abends dann großes Abschlussgrillen auf der Yuendumu bei fünf Windstärken aus Ost. Um 21 Uhr waren wir zum Glück schon durch, denn eine Gewitterfront zog durch und legte mit Orkanböen unsere Schiffe kräftig auf die Seite. Die Rosé-Gläser fielen vom Tisch und ergossen sich auf die Polster. Danach Flaute.
Freitag ab 2 Uhr morgens kam dann der Sturm aus Südwest mit 8 Windstärken und sorgte für eine unruhige Nacht. War mehrfach an Deck, um wegzubinden was Lärm machte und zusätzliche Leinen auszubringen. Der Wasserstand fiel um einen Meter. Gegen Nachmittag sollte der Wind langsam nachlassen, so dass wir doch noch ablegen könnten. Lagen also auf der Lauer und schauten mit dem Fernglas auf die kochende See. Ein letztes Mittagessen mit Burgern und Currywurst und dann lösten wir 16:30 Uhr die Leinen. Abschied auch von unseren Freunden von der Yuendumu, denn sie fahren nach Rostock. Die Kinder sind traurig. Draußen auf See müssen wir das zweifach gereffte Groß wieder ausreffen, denn der Wind hat mehr abgenommen als uns lieb ist. Auch die Welle ist mit bis zu einem Meter noch moderat. Auf Halbwindkurs machen wir fast 5 Knoten. Lasse die Maschine mitschieben, um auf 6 Knoten zu kommen. Wir wollen möglichst noch mit etwas Restlicht nach Sonnenuntergang ankommen.
Unterwegs erwischt uns ein Schauer. Um uns herum überall schwarze Wolken. Zum Sonnenuntergang kommt die Sonne dann nochmal unter den Wolken hervor und färbt die Ostsee orange. Schöne Abendstimmung. Es gibt Brötchen an Bord. Mit dem allerletzten Lichtschein laufen wir kurz nach halb Zehn dann in Boltenhagen ein. Aufklären, Anlegerbier und Kuchenbude aufbauen. Morgen soll es wieder wehen und kühler werden. Das stabile Hochsommerwetter scheint sein Ende gemeinsam mit unserem Sommertörn zu finden. Schön war’s. Drei Wochen T-Shirt-Segeln beziehungsweise Motoren mangels genug Wind. Nun wartet der Alltag. Ein anderes Leben. Die Umstellung wird nicht leicht. Schon jetzt freuen wir uns darauf, wieder loszusegeln und den Alltag an Land zurück zu lassen.











