Marstal auf fremden Planken

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Spontan habe ich mich von meinem Onkel an diesem Wochenende als Mitsegler anheuern lassen. Bei Segelclub Alster wird eine segelnde Legende bewegt – eine Swan 51 von 1982. Vom Stammliegeplatz in Arnis an der Schlei aus werden weite Reisen unternommen, welche die Vereinsmitglieder gestalten und etappenweise mitsegeln. So wurden bereits Ostsee, Nordsee, Englischer Kanal, Atlantik und Mittelmeer bereist.

Webseite des Vereins mit Infos zum Schiff: http://www.segelclubalster.de

An diesem Wochenende steht allerdings ein Schlag in die dänische Südsee auf dem Törnplan. Da einige Mitsegler von Bord gegangen sind, wurde noch ein erfahrener Segler gebraucht. Schließlich war für Samstag Starkwind angesagt. Da wir an diesem Wochenende ohnehin nicht auf unserem Boot sind, konnte ich meinem Onkel zusagen. Noch am Freitagabend fuhr ich die 3 Stunden nach Arnis und ging an Bord.

Zusammen mit meinem Onkel Wolfhard sowie den Mitseglern Gerd und Susanne legten wir Samstagvormittag ab und vorbei an Kappel und Maasholm segelten wir raus auf die Ostsee. Der Nordwestwind blies mit vollen 6 Windstärken und hatte Böen bis 8 Beaufort im Gepäck. Mit dreifach gerefften Großsegel und Kutterfock machten wir bei Halbwind zwischen 7,5 und bis über 9 Knoten Rauschefahrt. Die Wellen schräg von Achtern schoben kräftig und erreichten teilweist bis über 2 Meter.

Schnell kam die Insel Aero in Sicht und Marstal immer näher. Im vorderen Hafen gingen wir längseits bei einer Bestaever aus Alu. Später wurde der Hafen voll und auch wir bekamen noch einen Nachbarn. Schon ungewohnt, so mal eben am Wochenende nach Marstal zu segeln. Sonst ist Marstal immer eins unserer Highlights auf unserem Sommertörn. Nun kann ich vorher schon mal nachschauen, ob hier alles bereit für unseren Besuch in ein paar Wochen ist. Zumindest wenn uns der Törnplan und der Wettergott hier her schickt.

Wir spazierten durch den Hafen zum Strand und ich testete schon mal die Badequalität. Durch den Ort ging es zurück zum Schiff, wo wir zum Abendessen in Maultaschen schwelgten. Heute morgen nach dem Frühstück hieß es dann schon wieder „Segel setzen“. Der Wind hatte etwas nachgelassen. Bei 4 – 5 Beaufort segelten wir zunächst mit einem Reff im Groß und der Genua. Später konnten wir ausreffen. Die Sonne schien und der Seegang war deutlich zurückgegangen. Ein herrlicher Segeltag mit perfektem Anliegerkurs. Tschüss Marstal, hallo Arbeitswoche. Aber in 2 Wochen steht endlich unser Segelurlaub an. Hoffentlich auch bei so schönem Wetter.

 

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